Geschrieben am 08.01.2020 von Marco, aktualisiert 08.01.2020
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Kompression bei Musikdateien

Die meisten Nutzer hören Musik in komprimierter Form. Das gilt auch für Videos, Internetstreaming oder Youtube.

 

 

Wieso wird komprimiert?

Video und Audio wird komprimiert um Platz zu sparen. Dadurch wird weniger Speicherplatz benötigt. Doch auch bei Streaming spielt Kompression eine wichtige Rolle. Durch Kompression können Daten nämlich schneller übermittelt werden. Dadurch ist es dann möglich auch mit einer 10 Mbit Leitung eine DVD anzuschauen. Würden wir das Blueray-Material unkomprimiert streamen wären das oft locker 50Gb aufwärts. Mit einer 10 mbit Leitung nicht machbar.

Das gleiche gilt auch für Audio/Musik auch wenn diese Dateien nicht ganz so groß sind. Eine unkomprimierte WAV Datei ist allerdings auch schnell bei 80 Megabyte für ein Lied. Aus diesem Grund wird auch hier komprimiert und die bekannteste Kompression ist "mp3".

 

Kompression

Kompression ist deswegen möglich weil der Mensch nicht perfekt hört oder sieht. D.h. es werden Details weggelassen, die wir nicht wirklich wahrnehmen. Beispielsweise hört das beste menschliche Ohr maximal bis 22.000 Hz und alles darüber kann weggelassen werden. Ich persönlich kann keinen Unterschied zwischen einer unkomprimierten Musikdatei und einer Musikdatei, welche mit 320 kbps in Mp3 komprimiert wurde, hören.

Info: Außnahmen sind Leute mit sehr gutem und vorallem geübtem Gehör! Außerdem ist auch das Equipment maßgebend. 

 

Verlustfreie Kompression

Es gibt einige verlustfreie Kompressionsformate. Das bekannteste ist mit unter FLAC. Bei verlustfreier Kompression werden Musikdateien komprimiert, aber es geht keine Information verloren. Zum Vergleich, ein durchschnittliches Lied als mp3 ist 5-6 Megabyte groß und das gleiche Lied kommt in FLAC auf ca. 50-60 Megabyte. Grob das zehnfache. Wenn ihr also 500GB Musik auf der Festplatte habt und alles in FLAC komprimiert hättet, dann würdet ihr eine 5 Terrabyte(5000 Gigabyte und 1 Gigabyte sind 1000 Megabyte) Festplatte benötigen.

 

Einfluss auf Tonqualität

Viele Nutzer vergessen, dass die Tonqualität nicht nur von der Musikdatei selbst abhängt, sondern auch von der Bluetoothverbindung und dem Bluetooth-Lautsprecher. Eine passende Metapher dazu wäre, dass euer Golf auch nicht schneller fährt, wenn ihr einen Rennsitz einbaut und ihn mit Rennkraftstoff betankt. Es macht ihn nicht zum Formel 1 Auto. Was ich damit sagen will ist, das die Ausgabequalität von allen Komponenten abhängig ist.

1 Übertragungsgeschwindigkeit

Die erste Limitierung ist die Bluetooth-Übetragungsgeschwindigkeit. Normales Bluetooth nutzt SBC und SBC hat eine maximale Übertragungsrate von 345 kBit/s. Aptx HD dagegen schon 576 kBits. Es gibt aber auch noch Geschwindigkeiten wie z.B. mit LDAC. Ein Codec der höhere und verzögerungsfreie Übertragung ermöglicht ist z.B. aptX: Was ist aptX - Nutzen und Technik bei Bluetooth-Lautsprechern?

2 Kompression der Musikdatei

Wenn die Musikdatei zu stark komprimiert ist, dann hilft auch eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit nichts bzw. diese verbessert nichts.

3 Lautsprecher

Wie gut ist der Lautsprecher? Wie klar sind die Höhen und wie detailreich löst dieser Lautsprecher auf. Ein unkomprimiertes Lied klingt auf einem schlechten Lautsprecher auch nicht besser nur weil es unkomprimiert ist!

 

Die meisten Bluetooth-Lautsprecher sind klein und kompakt. Ich finde nicht, dass sich hier unkomprimierte Formate wie FLAC lohnen. Anders sieht es aus wenn ihr eine richtige Anlage habt, wo Lautsprecher auch gerne mal ein paar Tausend kosten können. Allerdings können wir ein solches Setup nicht mit mobilen Bluetooth-Lautsprechern vergleichen.

 

Frequenz

Oft wird der Frequenzgang angegeben. Z.B 50 Hz bis 22.000 Hz. Ist da jetzt mehr besser und bis zu welcher Frequenz höre ich überhaupt. Bis zu welcher Frequenz ihr hört, ändert sich mit dem Alter. Ich persönlich höre noch bis etwa 18.000 Hz. Darüber höre ich nichts mehr. Bei mir spielt es also keine Rolle ob 19.000 Hz oder 22.000 Hz erreicht werden. Die niedrige Frequenz, in dem Fall 50 Hz ist für den Bass verantwortlich. Ab 20 Hz macht es Sinn, darunter eher nicht so wirklich. 20 Hz wird aber wohl nur ein dedizierter Subwoofer erreichen.

Ein basstarkes Modell wie der JBL XTREME 2 liegt bei 55 Hz.

 

Empfehlung

Besorgt euch einfach einmal ein Lied als FLAC und dann noch einmal als komprimierte Version in z.B. mp3 (hier bitte alles ab 256 kb/s). Dann vergleicht den Klang einmal auf einem Lautsprecher oder mit einem Kopfhörer. Hört ihr einen Unterschied? Dann habt ihr das einmal selbst gehört und wisst dann Bescheid.

 

 

Kompression Musik Audio
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